Self-Sovereign Identity: Mittelstand digitalisiert Vertrauen

Wie kann Vertrauen digitalisiert werden? Marcus Olszok, Head of carTRUST bei der Christoph Kroschke GmbH und Jan Christoph Ebersbach, Head of Blockchain Engineering CHAINSTEP GmbH, berichten wie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden bei der Autozulassung in die Digitalisierung übertragen wird. Das Projekt carTRUST, das Anfang 2021 live gehen wird, setzt dafür auf die Self-Sovereign Identity-Technologie. Erfahren Sie mehr über das carTRUST Projekt und die Self-Sovereign Identity-Technologie in diesem Expert Talk.

Joachim Soergel, Geschäftsführer von inveni portum solutions, und Madjid Teherani, Blockchain Architekt von CHAINSTEP, erläutern und diskutieren einige Schlüsselfragen, die beim Einsatz von Blockchain für das Maritime Business entstehen:

  • Was sind die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der „Maritimen Blockchain“?
  • Welche Werte fügt Blockchain den aktuellen Technologien für das Maritime Business hinzu?
  • Wie geht man an ein Blockchain-Projekt in der maritimen Wirtschaft heran?
  • Was sind die Herausforderungen bei der Implementierung von Blockketten-basierten Lösungen?

Unten ist die Aufzeichnung mit dem Expertengespräch verlinkt – der Expert Talk wurde auf englisch geführt.

Schaufenster Sichere Digitale Identitäten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat mit dem Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ dazu aufgerufen, überzeugende Konzeptideen für die breite Anwendung von Sicheren Digitalen Identitäten (SDI) zu entwickeln. Im Zentrum des Wettbewerbs sollen Kommunen, Städte und Metropolregionen stehen. Unter dem Namen STEREO hat sich ein Konsortium aus der Metropolregion Hamburg erfolgreich beworben und arbeitet – im Wettbewerb mit zehn weiteren Konsortien aus anderen Regionen Deutschlands – in dem Zeitraum von Juni bis November 2020 seine Konzeptidee aus. In dieser Zeit gilt es die Machbarkeit und Umsetzbarkeit zu überprüfen, Hemmnisse zu identifizieren und Voraussetzungen für eine schnelle und effiziente Implementierung der Konzeptidee in einer anschließenden Umsetzungsphase zu schaffen. Ende 2020 wird dann entschieden, welche Konsortien ab April 2021 ihre Konzepte in einer dreijährigen Umsetzungsphase erproben dürfen.

STEREO – das Projekt aus Hamburg

Der Ansatz des Konsortiums STEREO: Wir schaffen die sichere digitale Identität für kommunale Mobilitätsservices. Hierbei ist es uns wichtig, dass BürgerInnen sich mit einfachen, schnellen und vertrauenswürdigen Verfahren bei Diensten im Internet registrieren und anmelden können. Der Schutz der persönlichen Daten hat dabei höchste Priorität. Im Mittelpunkt unseres Projekts steht eine hohe Alltagsrelevanz der STEREO Use Cases. Um dies zu gewährleisten gehen wir auf die BürgerInnen zu und bitten Sie um Ihre Unterstützung.
Identitäten bilden die Basis für Vertrauen, indem sie die Sicherheit über die Kenntnis eines Handlungspartners widerspiegeln. Um Missbrauch zu vermeiden müssen jedoch nicht nur die Identität des Besitzers, sondern auch die Identität der auslösenden Sache zweifelsfrei elektronisch nachweisbar sein. Hier setzt das Projekt STEREO durch die Erzeugung und Verknüpfung von sicheren digitalen Identitäten von Fahrzeugen, deren HalterInnen sowie NutzerInnnen an. FahrzeughalterInnen können sich vollständig digital über ihr Smartphone oder Tablet identifizieren und nutzen dabei eine ID-Lösung ihrer Wahl. Die damit geschaffene digitale Identität, in Kombination mit dem digitalen Verfügungsrechst des Fahrzeugs, dient als Grundlage für eine Vielzahl von Nutzungsszenarien in der Mobilitätswelt der Zukunft

Die STEREO-Anwendungsfälle

Die Anwendungsfälle wurden mit Blick auf die tägliche Fahrzeugnutzung ausgewählt, um eine möglichst große Abdeckung und Übertragbarkeit auf alltägliche Lebenslagen zu gewährleisten. Es ist möglich, dass weitere Anwendungsfälle hinzukommen. Außerdem ist anzumerken, dass die Anwendungsfälle auch hinsichtlich der Ausgestaltung noch nicht final sind.

Hier geht es zur STEREO Website.

Die Bundesregierung treibt die Ausarbeitung ihrer Blockchain-Strategie voran. Zum einem hatten Institutionen und Unternehmen bis Ende März 2019 die Gelegenheit bei einer „Online-Konsultion zur Erarbeitung der Blokchain-Strategie der Bundesregierung“ ihre Sichtweise zu Anwendungsfeldern und zu Herausforderungen hinsichtlich Technologie sowie ökonomischer, ökologischer und rechtlicher Fragestellungen einbringen.

Des weiteren lud das Bundesfinanzministerium  für den 26. März rund 30 Experten zu einem „Workshop zur Blockchain-Technologie“ in die Bundesdruckerei. Fotos während des Workshops waren nicht gestattet – zur Sicherheit wurden die Kameras aller Smartphones und Rechner vor Betreten der gut abgesicherten Räumlichkeiten abgeklebt.

Auch wurden die Teilnehmer gebeten, keine Details des Workshops nach außen zu geben. Erfreulich war die klar positive Grundhaltung der Fachleute auf der Behördenseite. Bei den Diskussionen rund um Potentiale, Grenzen und Anwendungen von Blockchain-Technologie wurde deutlich, dass in vielen Bereichen (offene) Standards, Interoperabilität und Governance-Strukturen deutlich an Relevanz gewinnen.

Der „Workshop zur Blockchain-Technologie“ des Bundesfinanzministeriums war ein sinnvoller und nach unserer Einschätzung guter Schritt zur Formulierung einer zukunftsorientierten Blockchain-Strategie des Bundes.

Der europäische Verband der Chemie-Distributoren Fecc hatte für Anfang Juni nach Nizza an die französische Riviera eingeladen. Im Rahmen eines zweitägigen Kongresses wurden aktuelle Themen der Branche diskutiert. Als Technologiefeld hatten sich die Mitglieder für dieses Jahr Blockchain vorgenommen. CHAINSTEP hatte die Ehre, dort einen einführenden Vortrag zu dieser Technologie zu halten und mögliche Anwendungsfelder vom Blockchain in der Chemie-Distribution aufzuzeigen. Darauf folgend präsentierte Richard Zbinden von CoreLedger die visionäre Marktplatz Idee des Startups.

In der abschließenden Fragerunde wurde deutlich, dass die Branche sich gerade im Bereich der Plattformökonomie intensiv mit den Potenzialen der Blockchain auseinandersetzt. Der von CHAINSTEP präsentierte Ansatz eines Konsortiums für derartige Anwendung wurde auch bei der Abendveranstaltung im Marc Chagall Museum intensiv diskutiert.

Zukunft gestalten, das möchte der VDE und wir waren mit dem Thema Blockchain im Microgrid auf dem DKE Innovation Campus 2018 am 12.04. voll mit dabei.  Blockchain ist eins der Top-Themen, das die Normierer bewegt.  Mehr als 270 Teilnehmer haben sich auf den Weg nach Hanau gemacht, um dort über technische Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Normung in den Dialog zu treten.  Nach den Keynotes und den Impulsvorträgen am Vormittag, wurde am Nachmittag in drei separaten Tracks an den Themen weiter gearbeitet.  Blockchain war das Kernthema des Tracks, an dem wir teilgenommen haben.
Jan Christoph Ebersbach, Blockchain Project Manager bei CHAINSTEP, referierte am Vormittag in einem Impulsvortrag zum Einsatz von Blockchains im Microgrid unserer Stromversorgung.  Seine Botschaft ist, dass die zunehmende Nutzung von erneuerbaren Energien Herausforderungen im Bereich der Netzstabilität mit sich bringt, gleichzeitig müssen die Strombörsen zukünftig mit zigtausenden von mittleren und kleinen Stromproduzenten effizient umgehen.  Blockchain-Technologie passt sehr gut zu diesen neuen Anforderungen und kann eine wichtige Infrastrukturkomponente in der Energiewende werden.  Jan Christoph präsentierte dazu eine Reihe von Prototypen und Konzepten, an denen Wirtschaft und Wissenschaft aktuell arbeiten.  Die weiteren Präsentationen im Blockchain-Track am Nachmittag und das positive Feedback, das wir auf dem Kongress bekommen haben, unterstreichen die Relevanz von Blockchains im Microgrid.  Sehen Sie den gesamten Impulsvortag hier:
Der Weg zum produktiven Einsatz von Blockchains im Microgrid erfordert aber nicht nur das Engagement Einzelner, insbesondere IT-getriebener Unternehmen und Forscher.  Auf dem Kongress wurde deutlich, dass eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Elektrotechnik und der Informatik notwendig ist, um die Potenziale zu entfalten und Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen zu finden.  Unsere Gespräche auf dem Innovation Campus 2018 stimmen uns positiv, dass dies von vielen erkannt wurde und wir freuen uns darauf unsere Expertise in den Prozess mit einzubringen.
Lesen Sie hier mehr zum Rückblick auf den Innovation Campus.

Am 21./22.November luden die BVL gemeinsam mit den Schwester-Verbänden LVM (NL) und ASLOG (F) und Roland Berger nach Amsterdam ein. Mehr als 100 geladene Gäste aus führenden Unternehmen (u.a. Deutsche Post DHL, UPS, Zalando, La Poste) diskutierten gemeinsam mit Repräsentanten aus Politik und Institutionen (u.a. der niederländische Minister für Infrastruktur und Umwelt sowie der Leiter des Bereiches Supply Chain und Transport-Industrien des World Economic Forum) über die Zukunft der urbanen Logistik. CHAINSTEP hatte die Ehre die Potentiale der Blockchain-Technologie zu präsentieren. Die Agenda zu der Veranstaltung finden Sie  hier, einen Bericht hier.

Ende Juni präsentierte sich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte „Innovationsforum Blockchain“ mit einer Abendveranstaltung zum Thema „Blockchain und Banking“ erstmals der Öffentlichkeit. Moderiert wurde der Abend von Frank Bolten, CHAINSTEP Managing Partner.

In den Räumlichkeiten der Rechtsanwalts- und Steuerberatungsfirma CMS Hasche Sigle in Hamburg hatten sich knapp 80 Interessierte eingefunden. Eröffnet wurde der Abend von Dr. Jan C. Rode, Projektleiter beim Innovationsforum und bei CHAINSTEP für Marketing und Kommunikation verantwortlich, ehe Bolten die Moderation übernahm.

Moritz Gerdes von der comdirect Bank referierte zu Beginn der insgesamt gelungenen Premiere zu Blockchain-basierten Innovationen und Zukunftsszenarien für die Finanzbranche. comdirekt selbst arbeitet an einem Blockchain-Usecase für Peer-to-Peer Trading von CFDs mit Risikobegrenzung. Teilnehmer können Finanzkontrakte selbst emittieren und ohne Intermediär untereinander direkt handeln. Der erste Test lief auf Ethereum, was sich jedoch für diesen Case als noch nicht perfomant genug erwies, die zweite Testreihe wird über die von Linux und IBM unterstützte Hyperledger-Blockchain abgewickelt. „Durch ihre besondere Eigenschaften ist die Blockchain-Technologie für den Einsatz in der Finanzbranche prädestiniert. In der Theorie ließen sich durch die verbesserte Sicherheitsarchitektur operative Prozesse vereinfachen, dennoch sind noch einige regulatorische Hürden zu überwinden“, resümierte der Innovation Manager.

Dr. Jörn Heckmann, Gastgeber und Senior Associate bei CMS, sprach zum Thema Smart Contracts. Dahinter verbergen sich keine Verträge im eigentlichen Sinne, sondern automatisch und bisher nicht stoppbare Programme, die aber rechtliche Folgen hervorrufen können (wenn bsp. das Leasingunternehmen die Zündung bei ausbleibenden Leasingraten fürs Auto blockiert). Hier agieren die Vertragsgeber als Judikative (Vertragsersteller) und Exekutive (im Schadensfall) zugleich – etwas, was wir in unserer Gesellschaft bewusst trennen und einen ersten Fingerzeig hinsichtlich möglicher Regulierungen innerhalb der Blockchain-Welt gibt. „Allerdings sind Smart Contracts der logische nächste Schritt in einer Welt, in der Verträge digitalisiert und automatisiert werden“, so Heckmann.

Prof. Dr. Philipp Sandner leitet das Frankfurt School Blockchain Center an der Frankfurt School of Finance & Management und beleuchtete in seinem Vortrag die Effizienz unseres aktuellen Zahlungssystems vor der Folie der immer populärer werdenden Blockchain-Technologie. Startups nehmen in Initial Coin Offerings (ICO; Pendant an der Börse: IPO) immer schneller immer höhere Summen ein – teilweise nur für Konzepte und noch nicht mal für funktionierende Prototypen. „Dennoch müssen sich Banken und andere Intermediäre Gedanken zu ihrem Geschäftsmodell machen, wenn sie Teil der Entwicklung bleiben möchten“, bilanzierte der Blockchain-Experte.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein kurzes Panel mit Moderator Bolten und allen drei Gästen, ehe Buffet und Networking nach knapp 2,5h eröffnet wurden.

Hier geht es zum Nachbericht vom Innovationsforum (inklusive Videos der Vorträge.)

„Die Blockchain-Technologie hat das Potential das Energiesystem zu revolutionieren, schreibt die Süddeutsche Zeitung.“ Mit diesem Zitat lud die Deutsche Energie-Agentur dena für den 1. März 2017 ins Berliner Novotel am Tiergarten zur Dialogveranstaltung „Blockchain – neue Möglichkeiten für den Energiemarkt“ ein. Knapp einhundert Gäste folgten der Einladung und erlebten einen informationsreichen Tag mit spannenden Diskussionen rund um die Möglichkeiten der Blockchain.

Nach Begrüßung durch Andreas Kuhlmann, dem Vorsitzenden der dena-Geschäftsführung, und Dr. Wolfgang Langen vom BMWI stellte Philipp Richard, Projektdirektor bei der dena, die Agenda des Dialogforums vor und ordnete die vom BMWi geförderte Veranstaltung in den Kontext der dena-Digitalisierungsprojekte ein.

Danach hatte ich die Gelegenheit eine einführende Präsentation in die Blockchain-Technologie zu geben (Link zur gezeigten Präsentation unten). Die kurze Q+A im Anschluss an meine Ausführungen machte deutlich, dass ein nennenswerter Teil der Teilnehmer sich schon recht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Die folgende Podiumsdiskussion brachte eine interessante Diskussion zwischen verschiedenen Experten des Energiemarktes. Tobias Frederico von Energy Brainpool brachte hierbei z.B. einen markanten Aspekt ins Spiel: „Blockchain kann die Energiewende glaubwürdiger machen.“ Und Kirsten Hasberg, Co-Founder von StromDAO.de, zog interessante Parallelen zwischen frühen Treibern bei der Entwicklung Erneuerbarer Energien und Blockchain.

Christoph Burger, Senior Lecturer / Senior Associate Dean of Executive Education ESMT Berlin, schloss an mit seinem Vortrag über „Geschäftsfelder zum Einsatz der Blockchain im Energiebereich“. Klare Aussage: Der Fokus bei der Entwicklung von Blockchain-Applikationen sollte bei Prozessoptimierungen und Plattformen liegen.

Vor der Kaffepause ging es dann in den Workshop-Teil, aufgeteilt in drei Themenbereiche: Technologie und Wirtschaftlichkeit, Datenschutz und Datensicherheit sowie Standards, Schnittstellen, Regulation. Gerade die spannenden Diskussion, die dort geführt wurden, machten deutlich, wie umfangreich die Herausforderungen im Energiemarkt sind – vor allem, wenn es um Nutzung neuer Technologie-Konzepte wie Blockchain geht.

Abschließend ging Prof. Dr. Strüker, Professor für Energiemanagement an der Fresenius Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Frankfurt, darauf ein, was jetzt konkret zu tun ist um von der Idee zur Anwendung zu kommen. Bemerkenswert fand ich hier unter anderem die Aussage, dass wir auf dem Weg in eine Echtzeit-Energiewirtschaft sind.

Phillip Richard, Projektleiter Energiesysteme und Energiedienstleistungen bei der dena, über die Dialogveranstaltung „Blockchain – neue Möglichkeiten für den Energiemarkt“:

„Wichtig ist, die Kerneigenschaften der Digitalisierung zu verstehen, um ihre Chancen zu nutzen und ihre Risiken handhabbar zu machen. Zu den Kerneigenschaften zählen u.a. ein enormer und schneller Datenaustausch bis hin zur Echtzeitverarbeitung, die Möglichkeit der Skalierung und der Zielgruppengenauigkeit, Transparenz- und sharing-Bestrebungen sowie natürlich auch die Mehrfachnutzung von Daten für verschiedene Anwendungszwecke. Die Vision der Blockchain versteht es dabei, diese Kerneigenschaften sehr gut aufzugreifen und Lösungspotential für viele aufkommende Fragestellungen der Digitalisierung im Allgemeinen sowie der Datensicherheit und des Datenschutzes im Speziellen zu bieten. Auf dem Weg zu konkreten Lösungen und Anwendungen muss die Blockchain-Technologie ihre hochgesteckten Zielen jedoch noch bestätigen. Das Vertrauen in die Technologie muss sich langsam aufbauen und die Effizienz der Technologie muss sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.“

Einen längeren Artikel zu der Veranstaltung finden Sie auch auf der dena-Website.

Hier geht es zu der Präsentation auf Slideshare:

170301 dena dialogue forum fb from Frank Bolten

Wenige Tage vor Weihnachten hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Projektträger im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zum „Fachgespräch Anwendungen Blockchain-Technologie“ ins Grenanderhaus am Alex in Berlin eingeladen. Professionell organisiert durch Matthias Kuom (DLR) sollte in einem kleineren Kreis von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Mitarbeitern des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) und des Projektträgers DLR über das Innovationspotential der Blockchain-Technologie diskutiert werden. Das verantwortliche Referat des BMWi möchte auch solche Veranstaltungsformate zur Meinungsbildung nutzen, welche Entwicklungsschritte notwendig sind bzw. gefördert werden sollten, um attraktive IKT-Lösungen für die Wirtschaft und insbesondere für den Mittelstand zu schaffen.

Zu Beginn durfte ich mit einem 15-minütigen Vortrag in das Thema Blockchain einführen (Präsentation s.u.), anschließend hatten alle aus unserem 7-köpfigen Experten-Gremium die Gelegenheit zu drei Themenkomplexen Kurzstatements abzugeben: „State of Play“, „Disruptives Potential“ und „Rolle des Staates“. Die weiteren Teilnehmer des Experten-Gremium waren (in alphabetischer Reihenfolge):

Raimund Gross (Innovation Manager Blockchain aus dem SAP Innovation Center Network)
Prof. Wolfgang Prinz (Stellv. Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT)
Philipp Richard, Projekt-Direktor bei der Deutschen-Energie-Agentur GmbH (Dena)
Stefan Teis (SVP, Group Product & Business Development, Deutsche Börse AG sowie Mitglied im Verwaltungsrat des Hyperledger Projekts)
Stephan Zimprich (Partner bei der Kanzlei Fieldfisher sowie Leiter der Kompetenzgruppe Blockchain beim eco Verband)

Bei der abschließenden Diskussionsrunde haben noch weitere Experten einen aktiven Part übernommen. Kirsten Hasberg, Energieexpertin BlockchainHub Berlin, gab interessante Einblicke in Blockchain-baiserte Projekte im Markt der erneuerbaren Energien. Einer weiterer Experte war Dr. Martin Holland, als Mitglied der Geschäftsleitung der von PROSTEP AG u.a. Koordinator des interessanten Projektes SAMPL (Secure Additive Manufacturing Platform), das Sie hier finden können.

Ich habe im Laufe meines Berufslebens schon an einigen Veranstaltungen teilgenommen, die die Aufgabe hatten, den auf politischer Fachebene Verantwortlichen die Sichtweise von Wirtschaft und Wissenschaft zu relevanten technologischen Entwicklungen zu vermitteln. Das Fachgespräch „Anwendungen Blockchain-Technologie“ ragt hierbei eindeutig hervor: das gewählte Format (knappe Präsentation zur Einleitung, dann klar definierte Themenkomplexe zu denen gut ausgewählte Experten ihre Sichtweise darstellen und eine abschließende Diskussion) war sehr gut für das ja recht komplexe Blockchain geeignet. Und unser „Zielpublikum“ – die Fachebene aus dem BMWi sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektträgers DLR – war gut vorbereitet und hat mit intelligenten Fragen für eine intensive Diskussion gesorgt.

Es wird sicher weitere Veranstaltungen zum Thema „Politik trifft Blockchain“ geben. Die vielschichtigen Aspekte der Blockchain-Technologie bergen enormes Potential, bei dem die Politik eine wichtige Rolle spielen kann und teilweise muss – sei es, wenn es um die regulatorische Rolle oder um die Rolle als Nutzer von Blockchain-Technologie geht.