Unter den rund 50 Vorträgen des diesjährigen Techcamps am 05.04.18 in Hamburg hielt auch Jan Christoph Ebersbach von CHAINSTEP zusammen mit Leutrim Mustafa und Noah Winneberger, die das Team MINDCHAINS vertreten, einen Premieren-Vortrag zum „Last-Mile“ Demonstrator. Vor allem eine live Demonstration überzeugte, neben einer ausführlichen technischen Beschreibung, mit einem selbstfahrenden LKW und Blockchain-Transaktionen per Touchscreen. Das Ziel des vorgestellten Demonstrators war die sichere und transparente Zulieferung von Paketen auch auf der „letzten Meile“. Dies wurde durch die Kombination aus NFC Daten, welche den aktuellen Standpunkt des Pakets bestätigen, und einer Blockchain erreicht, die die Daten dann transparent und unveränderlich für alle beteiligten Partner speichert und verwertet.
Anbei ein paar Impressionen der Veranstaltung und das Video der Präsentation – der Demonstrator ist ab Minute 28:18 zu sehen – im zweiten Video (1:38 Min) ist eine weitere Version des Demonstrators inkl englischsprachigem Sprechertext zu sehen.

 

Gastbeitrag von Sebastian Beyer, Produkt Manager CERTIVATION

Die CERTIVATION GmbH ist ein Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der Auditierung und Zertifizierung von Managementsystemen. Als neuestes Spin-off der erfolgreichen ROSEN Gruppe bietet CERTIVATION eine unabhängige Ze​r​​tifizierung nach international anerkannten Standards.

Der Name des neuen Service ist Blockchain Ensured Certificates. Hierbei bietet die CERTIVATION, sowohl ihren Kunden als auch Kunden anderer Zertifizierungsstellen die Möglichkeit, ihre Zertifikate (z. B. ISO/IEC 27001) manipulationssicher und für jeden transparent in die Public Ethereum Blockchain einzutragen.

Als Nachweis für den erfolgreichen Eintrag erhält der Kunde ein digitales Zertifikat mit allen relevanten Transaktionsinformationen und einem QR-Code, mit dem sie ihr Blockchain-Zertifikat über den offiziellen Ethereum Block Explorer abrufen können.

„Durch die enge und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unserem Partner Chainstep GmbH konnten wir den Service in nur drei Monaten realisieren. Blockchain ist in aller Munde und sogar die großen internationalen Unternehmen wie IBM, Google oder Maersk suchen nach Lösungen für den Einsatz dieser neuen Technologie. Wir suchen nicht nur, sondern haben eine funktionierende Lösung etabliert. Damit sind wir einer der wenigen Spieler in Europa, die tatsächlich `live´ sind“, freut sich Produkt Manager Sebastian Beyer.

In einem nächsten Schritt ist geplant, diesen Service auch für andere zertifikatserteilenden Stellen bereitzustellen und zusätzliche Use-Case zu identifizieren. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne die CERTIVATION​ (sbeyer@certivation.com).

 

Nutzen Sie noch heute die Chance den kostenlosen BEC-Service auszuprobieren (Link).

Mitte November 2017 fand im Dockland am Hamburger Hafen der Kongress zum „Innovationsforum Blockchain“ statt. Ausführliche Berichterstattung zu dieser erfolgreichen Premiere, bei der die Entwicklung von Blockchain-spezifischen Anwendungen durch die Teilnehmer im Fokus stand, gibt es auf der Website des vom BMWi geförderten Programms. Die Videos zu den Kongress-Vorträgen sind hier auf YouTube zu finden.

„Stargast“ der Veranstaltung: William Mougayar. Er gilt als einer der bekanntesten Vordenker des digitalen Wandels und verfügt mit über dreißig Jahren über eine enorme Erfahrung in der Technologie-Industrie. Seit mehreren Jahren fokussiert William Mougayar auf die Nutzung der Blockchain-Technologie und hat mit „The Business Blockchain“ eine der wohl wichtigsten Einführungspublikationen für den Einsatz von Blockchains, Smart Contracts und Kryptoökonomie im Business-Umfeld geschrieben. Jeder der Kongress-Teilnehmer erhielt am Ende der Veranstaltung ein von William handsigniertes Exemplar seines Bestsellers.

Neben seiner Keynote (hier sind die Slides hinterlegt, unten ist das YouTube-Video verlinkt) hatten wir Gelegenheit, mit William Mougayar aktuelle Kunden-Projekte zu diskutieren und Dr. Philipp Giese konnte ein Interview für BTC-Echo führen.

 

 

Bereits zum sechsten Mal lud EECC – eine Tochtergesellschaft von GS1 Germany, Deutsche Post DHL und der METRO – zum jährlichen „Innovationstag“ ein. In diesem Jahr war der Einsatz von Blockchain in Verbindung mit RFID-Technologie das Highlight der Veranstaltung.
Nach einem kurzweiligen Begrüßungsvortrag durch den EECC-Geschäftsführer Conrad von Bonin gab Benjamin Brüser, bekannt geworden als Co-Gründer des Düsseldorfer Startups „Emmas Enkel“ (später übernommen von der Metro Gruppe), interessante Einblicke in „Trends und Innovationen im Digitalen Handel“ bevor Frank Bolten durch einen Vortrag mit dem Titel „Blockchain: Game Changer für Supply Chain Management“ die vielseitigen Möglichkeiten der Technologie aufzeigte.
Danach ging es über zu den Live-Präsentationen. Unter anderen hatten die Entwickler von EECC und CHAINSTEP im Vorfeld einen Use Case zum Thema Predictive Maintenance entwickelt. Hierbei konnte eine Festplatte mit zwei Zusatz-Dienstleistungen gekauft werden:
– Kontrolle der vertraglich vereinbarten maximalen Betriebsstunden
– Überwachung der Umgebungstemperatur
Bei der Live-Präsentation kam dann RFID-Technologie inklusive Sensorik zum Einsatz. Eine besondere Rolle spielte hierbei die bis dato einzigartige passiven UHF-RFID Sensor Technologie. In regelmäßigen Abständen wurde ein Temperatur-Sensor ausgelesen. Sobald die Temperatur über einem vereinbarten Maximalwert anstieg, wurde über einen Smart Contract eine Meldung z.B. an eine Smartphone App ausgelöst.
Das Publikum war sichtlich beeindruckt von den durch Blockchain und Smart Contracts automatisierten Vertragsabläufen und diskutierte die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten derartiger Kombinationen zwischen Blockchain und RFID. Ein oft genanntes Beispiel: die Überwachung der Kühlkette in der Transportlogistik.

Hier ein Video, das den Ablauf des Showcases zeigt:

Gemeinsam mit Prof. Dr. Philipp Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Center, führten wir am 9. Oktober 2017 ein Webinar unter dem Titel „Blockchain in Supply Chain / Transportlogistik“ durch. Nach einer Kurzeinführung zu Blockchain, Smart Contracts und der Erläuterung der Unterschiede von „Public“ vs „Enterprise“ Blockchains werden expemplarisch einige der wichtigsten Blockchain-Projekte in Transportlogistik/SCM vorgestellt. Besonders hervorgehoben werden die Bereiche Branchenplattformen, Konsortien sowie Additive Fertigung.

Hier geht es zum YouTube-Link und unten die gezeigte Präsentation, bei Slideshare eingestellt:

Ende Juni präsentierte sich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte „Innovationsforum Blockchain“ mit einer Abendveranstaltung zum Thema „Blockchain und Banking“ erstmals der Öffentlichkeit. Moderiert wurde der Abend von Frank Bolten, CHAINSTEP Managing Partner.

In den Räumlichkeiten der Rechtsanwalts- und Steuerberatungsfirma CMS Hasche Sigle in Hamburg hatten sich knapp 80 Interessierte eingefunden. Eröffnet wurde der Abend von Dr. Jan C. Rode, Projektleiter beim Innovationsforum und bei CHAINSTEP für Marketing und Kommunikation verantwortlich, ehe Bolten die Moderation übernahm.

Moritz Gerdes von der comdirect Bank referierte zu Beginn der insgesamt gelungenen Premiere zu Blockchain-basierten Innovationen und Zukunftsszenarien für die Finanzbranche. comdirekt selbst arbeitet an einem Blockchain-Usecase für Peer-to-Peer Trading von CFDs mit Risikobegrenzung. Teilnehmer können Finanzkontrakte selbst emittieren und ohne Intermediär untereinander direkt handeln. Der erste Test lief auf Ethereum, was sich jedoch für diesen Case als noch nicht perfomant genug erwies, die zweite Testreihe wird über die von Linux und IBM unterstützte Hyperledger-Blockchain abgewickelt. „Durch ihre besondere Eigenschaften ist die Blockchain-Technologie für den Einsatz in der Finanzbranche prädestiniert. In der Theorie ließen sich durch die verbesserte Sicherheitsarchitektur operative Prozesse vereinfachen, dennoch sind noch einige regulatorische Hürden zu überwinden“, resümierte der Innovation Manager.

Dr. Jörn Heckmann, Gastgeber und Senior Associate bei CMS, sprach zum Thema Smart Contracts. Dahinter verbergen sich keine Verträge im eigentlichen Sinne, sondern automatisch und bisher nicht stoppbare Programme, die aber rechtliche Folgen hervorrufen können (wenn bsp. das Leasingunternehmen die Zündung bei ausbleibenden Leasingraten fürs Auto blockiert). Hier agieren die Vertragsgeber als Judikative (Vertragsersteller) und Exekutive (im Schadensfall) zugleich – etwas, was wir in unserer Gesellschaft bewusst trennen und einen ersten Fingerzeig hinsichtlich möglicher Regulierungen innerhalb der Blockchain-Welt gibt. „Allerdings sind Smart Contracts der logische nächste Schritt in einer Welt, in der Verträge digitalisiert und automatisiert werden“, so Heckmann.

Prof. Dr. Philipp Sandner leitet das Frankfurt School Blockchain Center an der Frankfurt School of Finance & Management und beleuchtete in seinem Vortrag die Effizienz unseres aktuellen Zahlungssystems vor der Folie der immer populärer werdenden Blockchain-Technologie. Startups nehmen in Initial Coin Offerings (ICO; Pendant an der Börse: IPO) immer schneller immer höhere Summen ein – teilweise nur für Konzepte und noch nicht mal für funktionierende Prototypen. „Dennoch müssen sich Banken und andere Intermediäre Gedanken zu ihrem Geschäftsmodell machen, wenn sie Teil der Entwicklung bleiben möchten“, bilanzierte der Blockchain-Experte.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein kurzes Panel mit Moderator Bolten und allen drei Gästen, ehe Buffet und Networking nach knapp 2,5h eröffnet wurden.

Hier geht es zum Nachbericht vom Innovationsforum (inklusive Videos der Vorträge.)

Am zweiten Tag der CeBIT 2017 fand das erste „CeBIT Blockchain Summit“ statt. Die ganztägige, kostenpflichtige Veranstaltung war sehr gut besucht – nach Aussage des Organisators wurden ca 140 Tickets verkauft. Das Knowhow des internationalen Publikums war recht unterschiedlich: einige Besucher hatten durchaus tiergehendes Blockchain-Wissen, andere waren auf dem Weg sich ein grundsätzliches Verständnis bezüglich Blockchain anzueignen. Es ist verständlich, dass es bei einer so heterogenen Zielgruppe schwierig ist, ein stimmiges Setup für eine derartige Veranstaltung zu finden.

Meines Erachtens nach würde es helfen, bei einem zukünftigen Summit Vorträge in logischen Segmenten anzubieten, z.B. strukturiert nach „Basics“, „Technologe“ und „Business“. Unabhängig davon war das erste CeBIT Blockchain Summit ein Erfolg. Eine gute Mischung von unterschiedlichen Experten bot interessante Vorträge (u.a. Meinhard Benn von Satoshi Pay, Sven Laepple von Astratum oder Fabian Vogelsteller von Ethereum), das Feedback der Zuhörer war durchweg positiv. Ich freue mich darauf zu erleben, wie sich dieses Format auf der CeBIT entwickelt.

Apropos CeBIT und Entwicklung: am Tag nach dem Blockchain Summit gab der CeBIT Chef Oliver Frese deutliche Änderungen beim CeBIT-Konzept bekannt: zukünftig wird die Veranstaltung aus den Bereichen Business, Konferenz und Festival bestehen. Auch der Termin wird geändert: nicht mehr März, zukünftig Juni. Hier finden Sie die offizielle Verlautbarung der Messegesellschaft. Ich freue mich darauf zu erleben, wie das Konzept CeBIT2018 konkret umgesetzt wird und welche Rolle Blockchain auf der CeBIT2018 spielen wird.

Anbei einige Impressionen von dem Summit und der CeBIT2018-Ankündigung. Schlussendlich noch ein Link zu meiner Präsentation anlässlich des CeBIT 2017 Blockchain Summits.

 

 

 

 

„Die Blockchain-Technologie hat das Potential das Energiesystem zu revolutionieren, schreibt die Süddeutsche Zeitung.“ Mit diesem Zitat lud die Deutsche Energie-Agentur dena für den 1. März 2017 ins Berliner Novotel am Tiergarten zur Dialogveranstaltung „Blockchain – neue Möglichkeiten für den Energiemarkt“ ein. Knapp einhundert Gäste folgten der Einladung und erlebten einen informationsreichen Tag mit spannenden Diskussionen rund um die Möglichkeiten der Blockchain.

Nach Begrüßung durch Andreas Kuhlmann, dem Vorsitzenden der dena-Geschäftsführung, und Dr. Wolfgang Langen vom BMWI stellte Philipp Richard, Projektdirektor bei der dena, die Agenda des Dialogforums vor und ordnete die vom BMWi geförderte Veranstaltung in den Kontext der dena-Digitalisierungsprojekte ein.

Danach hatte ich die Gelegenheit eine einführende Präsentation in die Blockchain-Technologie zu geben (Link zur gezeigten Präsentation unten). Die kurze Q+A im Anschluss an meine Ausführungen machte deutlich, dass ein nennenswerter Teil der Teilnehmer sich schon recht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Die folgende Podiumsdiskussion brachte eine interessante Diskussion zwischen verschiedenen Experten des Energiemarktes. Tobias Frederico von Energy Brainpool brachte hierbei z.B. einen markanten Aspekt ins Spiel: „Blockchain kann die Energiewende glaubwürdiger machen.“ Und Kirsten Hasberg, Co-Founder von StromDAO.de, zog interessante Parallelen zwischen frühen Treibern bei der Entwicklung Erneuerbarer Energien und Blockchain.

Christoph Burger, Senior Lecturer / Senior Associate Dean of Executive Education ESMT Berlin, schloss an mit seinem Vortrag über „Geschäftsfelder zum Einsatz der Blockchain im Energiebereich“. Klare Aussage: Der Fokus bei der Entwicklung von Blockchain-Applikationen sollte bei Prozessoptimierungen und Plattformen liegen.

Vor der Kaffepause ging es dann in den Workshop-Teil, aufgeteilt in drei Themenbereiche: Technologie und Wirtschaftlichkeit, Datenschutz und Datensicherheit sowie Standards, Schnittstellen, Regulation. Gerade die spannenden Diskussion, die dort geführt wurden, machten deutlich, wie umfangreich die Herausforderungen im Energiemarkt sind – vor allem, wenn es um Nutzung neuer Technologie-Konzepte wie Blockchain geht.

Abschließend ging Prof. Dr. Strüker, Professor für Energiemanagement an der Fresenius Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Frankfurt, darauf ein, was jetzt konkret zu tun ist um von der Idee zur Anwendung zu kommen. Bemerkenswert fand ich hier unter anderem die Aussage, dass wir auf dem Weg in eine Echtzeit-Energiewirtschaft sind.

Phillip Richard, Projektleiter Energiesysteme und Energiedienstleistungen bei der dena, über die Dialogveranstaltung „Blockchain – neue Möglichkeiten für den Energiemarkt“:

„Wichtig ist, die Kerneigenschaften der Digitalisierung zu verstehen, um ihre Chancen zu nutzen und ihre Risiken handhabbar zu machen. Zu den Kerneigenschaften zählen u.a. ein enormer und schneller Datenaustausch bis hin zur Echtzeitverarbeitung, die Möglichkeit der Skalierung und der Zielgruppengenauigkeit, Transparenz- und sharing-Bestrebungen sowie natürlich auch die Mehrfachnutzung von Daten für verschiedene Anwendungszwecke. Die Vision der Blockchain versteht es dabei, diese Kerneigenschaften sehr gut aufzugreifen und Lösungspotential für viele aufkommende Fragestellungen der Digitalisierung im Allgemeinen sowie der Datensicherheit und des Datenschutzes im Speziellen zu bieten. Auf dem Weg zu konkreten Lösungen und Anwendungen muss die Blockchain-Technologie ihre hochgesteckten Zielen jedoch noch bestätigen. Das Vertrauen in die Technologie muss sich langsam aufbauen und die Effizienz der Technologie muss sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.“

Einen längeren Artikel zu der Veranstaltung finden Sie auch auf der dena-Website.

Hier geht es zu der Präsentation auf Slideshare:

170301 dena dialogue forum fb from Frank Bolten

Am Montag, dem 20. Februar 2017, fand in Berlin so etwas wie der „Blockchain Super-Monday“ statt. Vitalik Buterin war bei der Ethereum Dev UG, parallel hielt Gavin Wood auf einem Blockchain Meetup einen Vortrag zu Polkadot – seinem faszinierendem Projekt Interoperabilität zwischen verschiedenen Blockchains (auch zwischen „public“ und „enterprise“ Blockchains) sicherzustellen. Ich habe mich schließlich für einen Besuch bei der Ethereum Dev UG entschieden – so wie viele andere… der Raum war proppenvoll… Vitalik Buterin sprach über seine Sichtweise auf die „Cryptoeconomics“. Unten verlinkt sind – neben einige Impressionen von der Veranstaltung – sein Vortrag auf Youtube sowie die Slides auf der Website von Vitalik Buterin. Und damit niemand lange suchen muss, ist auch der Vortrag von Gavin Wood verlinkt. Ich wünsche interessante Lernerfahrung.

 

Der Link zu dem Foliensatz: http://vitalik.ca/files/intro_cryptoeconomics.pdf

 

Hier noch der Link zum Video der Parallel-Veranstaltung – Gavin Wood ab 41:30 Min (Link in Youtube kopieren – startet sonst nicht):
https://www.youtube.com/watch?v=wsNh6ePeuX8

 

Wenige Tage vor Weihnachten hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Projektträger im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zum „Fachgespräch Anwendungen Blockchain-Technologie“ ins Grenanderhaus am Alex in Berlin eingeladen. Professionell organisiert durch Matthias Kuom (DLR) sollte in einem kleineren Kreis von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Mitarbeitern des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) und des Projektträgers DLR über das Innovationspotential der Blockchain-Technologie diskutiert werden. Das verantwortliche Referat des BMWi möchte auch solche Veranstaltungsformate zur Meinungsbildung nutzen, welche Entwicklungsschritte notwendig sind bzw. gefördert werden sollten, um attraktive IKT-Lösungen für die Wirtschaft und insbesondere für den Mittelstand zu schaffen.

Zu Beginn durfte ich mit einem 15-minütigen Vortrag in das Thema Blockchain einführen (Präsentation s.u.), anschließend hatten alle aus unserem 7-köpfigen Experten-Gremium die Gelegenheit zu drei Themenkomplexen Kurzstatements abzugeben: „State of Play“, „Disruptives Potential“ und „Rolle des Staates“. Die weiteren Teilnehmer des Experten-Gremium waren (in alphabetischer Reihenfolge):

Raimund Gross (Innovation Manager Blockchain aus dem SAP Innovation Center Network)
Prof. Wolfgang Prinz (Stellv. Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT)
Philipp Richard, Projekt-Direktor bei der Deutschen-Energie-Agentur GmbH (Dena)
Stefan Teis (SVP, Group Product & Business Development, Deutsche Börse AG sowie Mitglied im Verwaltungsrat des Hyperledger Projekts)
Stephan Zimprich (Partner bei der Kanzlei Fieldfisher sowie Leiter der Kompetenzgruppe Blockchain beim eco Verband)

Bei der abschließenden Diskussionsrunde haben noch weitere Experten einen aktiven Part übernommen. Kirsten Hasberg, Energieexpertin BlockchainHub Berlin, gab interessante Einblicke in Blockchain-baiserte Projekte im Markt der erneuerbaren Energien. Einer weiterer Experte war Dr. Martin Holland, als Mitglied der Geschäftsleitung der von PROSTEP AG u.a. Koordinator des interessanten Projektes SAMPL (Secure Additive Manufacturing Platform), das Sie hier finden können.

Ich habe im Laufe meines Berufslebens schon an einigen Veranstaltungen teilgenommen, die die Aufgabe hatten, den auf politischer Fachebene Verantwortlichen die Sichtweise von Wirtschaft und Wissenschaft zu relevanten technologischen Entwicklungen zu vermitteln. Das Fachgespräch „Anwendungen Blockchain-Technologie“ ragt hierbei eindeutig hervor: das gewählte Format (knappe Präsentation zur Einleitung, dann klar definierte Themenkomplexe zu denen gut ausgewählte Experten ihre Sichtweise darstellen und eine abschließende Diskussion) war sehr gut für das ja recht komplexe Blockchain geeignet. Und unser „Zielpublikum“ – die Fachebene aus dem BMWi sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektträgers DLR – war gut vorbereitet und hat mit intelligenten Fragen für eine intensive Diskussion gesorgt.

Es wird sicher weitere Veranstaltungen zum Thema „Politik trifft Blockchain“ geben. Die vielschichtigen Aspekte der Blockchain-Technologie bergen enormes Potential, bei dem die Politik eine wichtige Rolle spielen kann und teilweise muss – sei es, wenn es um die regulatorische Rolle oder um die Rolle als Nutzer von Blockchain-Technologie geht.